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Mara
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Betreff des Beitrags: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 03.07.2008, 20:51
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| Schattenklinge |
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Registriert: 25.06.2008, 16:43 Beiträge: 51
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Alter Sonnendom: Sehr altes, einzigartiges Gebäude in Saphira, das aus einem großen Saal mit einer Kuppel aus geschliffenem Kristall besteht. Die Wände sind mit Spiegelfragmenten jeder Form und Größe bedeckt, die so ausgerichtet sind, dass sie die einfallenden Lichtstrahlen zu bestimmten Tageszeiten zu einem einzigen Strahl bündeln. Das komplexe System dient der Heilung psychisch kranker Leute, denn es heißt, durch des Lichtspiel des Sonnendoms könne man das Auge der Göttin erblicken - was in jüngerer Zeit als Aberglaube abgetan wird. Der Dom ist inzwischen fast in Vergessenheit geraten.
Nish tritt auf bzw. ist vor ein paar Stunden aufgetreten...
Mein Herzschlag schwieg. Schon wieder. Zum vierten Mal innerhalb der letzten Woche. Meine Fingerspitzen strichen behutsam über die kühle Haut, immer wieder, genau dort, wo sich mein Herz hinter den Rippen versteckte. Es pochte nicht. Schon seit knapp zehn Atemzügen nicht mehr. Mein inzwischen regelmäßig fehlender Herzschlag war das beste Beispiel für die Anomalie dieser verwunschenen Welt. Dort, wo ich herkam, hätte mich die Totengöttin Cirvia längst geholt, aber hier, jenseits der Meere, galten die gewohnten Gesetze nicht. Jedenfalls nicht für meinen Körper. Dennoch spürte ich, dass die Zeit, die ich in Saphira verbrachte, mich zersetzte. Ganz allmählich nur, ganz sanft, genau so, wie dich der Schlaf in der Winternacht scheinheilig mit sich nimmt. Wahrscheinlich würde es noch Jahre dauern, bis ich mir wirklich Sorgen um mein Leben machen musste, aber schon jetzt, nach ein paar Monaten, zeigten sich die Zeichen des Surrealen. Wie mein Herzschlag, der mich so hinterhältig allein ließ. „Komm schon“ Ich zischte die Worte zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, zu leise, um sie ein Echo werfen zu lassen. „Bei Nenetar, willst du mich daran zweifeln lassen, ob ich überhaupt noch zu den Lebenden gehöre? Dann bist du auf dem besten Weg.“ Keine Antwort. Mein Herz zog es immer noch vor zu schweigen. „Shírgur-nagk!“ Erûns gsu’namischer Lieblingsfluch verließ meine Kehle etwas lauter als beabsichtigt. Die Spiegelwände reflektierten meine Stimme, als wollten sie mir vorgaukeln, sie wären eine Horde fluchender Gsu’namer. Shírgur-nagk, gur-nagk, nagk, nagk... Sie ließen mich aufschauen, obwohl ich wusste, dass ich allein zwischen den Lichtarkaden des Mondes saß. Der Klang der Worte war so vertraut, schmerzend an diesem fremden Ort. „Marrekir serev kíalnèl“, brummte ich und wandte mich wieder meinem Herzen zu. „Szinber mûht“ Wenn ich schon Erûn zitierte, waren Tanars und Taranis Lieblingsflüche ebenfalls Pflicht. Mein Herz zeigte sich vollkommen unbeeindruckt. Ich ergriff den Atemzähler, der wie immer um meinen Hals baumelte, und drehte ihn in der Dunkelheit der Nacht. Er pulsierte nicht mal, schimmerte nur schwach. Der Stein war milchig blau geworden, wie Jenors Glasaugen – er schien sich mit jedem Tag ein wenig mehr ins Weiße zu verfärben und das gefiel mir überhaupt nicht. Jedes Kleinkind war sich bewusst darüber, dass weiß seit jeher die Farbe des Todes war. Aber aber, wo blieb denn die Angst, die bei dieser Erkenntnis eigentlich durch meine Adern schießen sollte? Zwei Besuche in den Hallen der Unterwelt sollten eigentlich reichen, um mich beim bloßen Gedanken an einen völlig weißen Atemzähler mit lähmendem Entsetzen zu erfüllen, aber das unangenehme Ziehen in meinem Bauch blieb aus und ich ließ den antiken Silberanhänger mit einem leicht verständnislosen Kopfschütteln wieder unter den feinen Stoff meiner Leinenbluse verschwinden. Vielleicht brauchte Angst einen pochenden Puls und musste durch ein rasendes Herz gepumpt werden – wozu meines gerade bekanntlich eher nicht in der Lage war. Also zurück zu den wirklich wichtigen Aspekten meines trostlosen Lebens in dieser surrealen Welt. Ich war schließlich nicht aus reinem Spaß hier. Nein, ich wartete. Über ein halbes Jahr hatte ich gebraucht um diesen verlassenen Saal zu finden – vergessen von den meisten, verborgen in den Tiefen von Saphira labyrinthischer Altstadt. Seitdem verbrachte ich Nacht für Nacht auf dem alten Parkettboden sitzend, in den der sich immer wiederholende Lauf des gebündelten Sonnenstrahls über Jahrhunderte hinweg dunkle, geschwungene Linien gebrannt hatte. Still wartete ich Stunde um Stunde allein, aber immer noch erfüllt von der irrsinnigen Hoffnung, gefunden zu werden. Ich kannte Ekado. Falls er sich noch in dieser Welt befand, würde ihn die Magie dieses Ortes früher oder später herführen. So weit so gut. Ich seufzte, zog die Beine an die Brust und schlang meine Arme um die Knie. Noch war der gebündelte Mondstrahl gut drei Schritte von mir entfernt. Der alte Quacksalber, der mich hergeführt hatte, hatte mich ausgesprochen eindringlich vor ihm gewarnt. Die Sonne sei heilend, aber der Mond, ihr Gegenstück, beherrsche wesentlich gefährlichere Kräfte – Kräfte, die einen Menschen auf Ewig an die Nacht binden konnte. Ich hatte nicht vor, mich an das Mondlicht dieser fremden Welt binden zu lassen, es sollte nichts geben, das mich hier halten konnte. Mit jedem Tag wurde die Sehnsucht größer, zurückzukehren. Es musste einen Weg geben. Und gerade, als mein Herzschlag kaum spürbar flatternd wieder einsetzte, wusste ich, dass ich nicht mehr warten wollte – ich wollte finden, die Anderen, den Rückweg. Lieber von einem wütenden Tyrannenherrscher hingerichtet werden, als mein restliches Leben im Sonnendom zu warten und dem Mond auszuweichen.
(Nenetar = jiílistischer Gott des Wissens Shirgur-nagk = stinkender Stachelrochen Erûn = einer von Nishs alten Freunden Tanar ebenso und Taranis Marrekir serev kíalnèl = mögen die Winkelbäume Federn bekommen Szinber mûht = die Moorleiche soll dich küssen Jenor = Mörder mit Glasaugen)
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Mara
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 07.07.2008, 19:42
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| Schattenklinge |
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Registriert: 25.06.2008, 16:43 Beiträge: 51
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Ich stand langsam auf. Zeit zu gehen also. Zeit, von hier zu verschwinden. Das Rascheln meiner schlichten Kleider klang ungewohnt nach der Stille der letzten Stunden, aber die dumpfen Schritte, die mich so leise möglich über die alten Holzbalken hinweg trugen, hallten noch viel markanter durch den Dom. Ich hasste das. Jenseits der Meere hatte mir eine ganz besondere Art von Magie in meinen Venen die Fähigkeit verliehen, die Stille mein Eigen nennen zu können, aber hier war das anders. In Saphira war ich nichts außergewöhnliches, nur eine der vielen Reisenden, die kamen und gingen. Das Wasser redete hier nicht mit mir, niemandem fielen meine pechrabenschwarzen Augen auf, die Nacht atmete nicht und das Feuer hatte noch kein einziges Mal versucht, nach meinen Haaren zu schnappen. Die Magie in diesem Reich war von einer seltsam praktischen Konsistenz, man konnte sie heraufbeschwören, wie einen Dämon in den alten Geschichten, und man konnte sie mit ein wenig Übung so einfach und wirksam einsetzen, wie ein Werkzeug, einen Hammer oder ein Schwert. Keine Götter, die sich beschwerten und ein Pfand verlangen. Kein unbändiges Verlangen, keine Tränen der Vollkommenheit. Ich schaute mich nicht um, als ich den Dom durch das kleinere Nebenportal verließ. Ich hielt nicht auf der Türschwelle zum dunklen Bogengang inne, um zu lauschen und den Atem eines Anderen unter all dem Schweigen zu finden. Bei Engos, ich legte nicht einmal die Hand auf den Griff meines Dolches. Staub wirbelte auf, aber ich beachtete die trüben Schlieren nicht, lief nur still weiter, den Blick gedankenverloren auf das verriegelte Tor am Ende des Ganges gerichtet. Unvorsichtig, wie mich das nie gekannte Gefühl der Sicherheit in dieser Welt hatte werden lassen, schenkte ich den Marmorstatuen in den Nischen kaum mehr als einen flüchtigen Augenaufschlag, und vergaß zusammenzuzucken, als sich ein wenig Putz von der gläsern gewölbten Decke löste und im schwachen Mondschein zu Boden fiel. Das dümmste überhaupt war ja, dass jeder einzelne dieser fehlenden Reflexe völlig überflüssig gewesen wäre, was schlicht und ergreifend daran lag, dass in Saphira keine Menschenseele und auch sonst kein Wesen hinter meinem Leben her war. Nur zweimal hatte jemand die dämliche Absicht gehegt, mich ins Jenseits zu schicken: vor ein paar Monaten ein grünhaariger Priester, der Sheen Tríls Artefakt wirklich außerordentlich verbissen verteidigt hatte und dann fünf Wochen darauf, als ich von den anderen getrennt worden war und ein erstaunlich intelligentes Monster mit Hasenohren, Reptilienaugen und Zähnen länger als mein Unterarm beschlossen hatte, mich als Nachtisch zu betrachten. Aber sonst? Das war inzwischen der absolute Rekord meiner Karriere – kein Anschlag mehr seit exakt 174 Tagen! Ich hätte mir eigentlich denken können, dass jemand auf die glorreiche Idee kommen könnte, meine Glückssträhne in dieser Hinsicht zu beenden. Wie jede Nacht rührte ich die Riegel des Tores nicht an und kletterte stattdessen an den zerklüfteten Mauersteinen hinauf auf das schmale Sims oberhalb der Tür, balancierte am alten Fenstermosaik entlang bis zu der Stelle, an der ein Teil der Glasplatten herausgebrochen waren. Wie immer schlüpfte ich durch das Loch ins Freie und landete dumpf auf dem mit Unkraut überwucherten Vorhof. Gewohnheiten können todbringend sein. Eigentlich wusste ich das. Es fiel mir immerhin sofort wieder ein, als ich die Klinge in meinem Rücken spürte, kalt wie Eis und so vertraut. Viel zu vertraut.
Engos - jiílistischer Gott des Unglücks Sheen Tríl - tyrannischer Herrscher aus der Welt jenseits der Meere[color=#00FFBF]
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Mara
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 08.07.2008, 16:30
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| Schattenklinge |
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Registriert: 25.06.2008, 16:43 Beiträge: 51
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Ich wirbelte nicht herum, obwohl eine blitzschnelle Reaktion wahrscheinlich am vernünftigsten gewesen wäre. Stattdessen dachte ich drüber nach, wer so geduldig war, stundenlang unter dem Tor zu warten bis ich nichtsahnend das Gebäude verließ. Mir fiel niemand ein, den ich nicht sofort an Hand seines Atems erkannt hätte. Mein Schweigen verflocht sich mit dem des Anderen zu einer intensiven Stille, die gespannt genug war, um sich, gemeinsam mit der kalten Spitze des Messers zwischen meinen Schulterblättern, in meinen Erinnerungen einzugravieren. Ich spürte die Wärme des Menschen, meine Gehör war noch fein genug, um mir sicher sein zu können, dass der schnell pochende Herzschlag wirklich einem Unbekannten gehörte. Meine Fingerspitzen zuckten und wollten automatisch meinen Langdolch ziehen, die eine Klinge, der ich seit vier Jahren mein Leben verdankte, aber irgendetwas hielt mich davon ab. Es war der feine Duft von Ruß, schwach genug, um übergangen zu werden und doch mit den Sinnen einer Wassertochter charakteristisch genug, die heftigsten Gefühle aufzuwirbeln. Ein samtener Nachtwind strich durch Saphira Gassen, ließ meine losen Haarsträhnen aufwirbeln und mich frösteln, aber ich stand starr und eisern um Selbstbeherrschung kämpfend. Ich wartete auf die Stimme des Anderen, auf seine Worte. Niemand sonst hatte jetzt das Recht zu sprechen oder zu schweigen oder - so seltsam die Angst bei diesem Gedanken auch schmeckte – mich zu töten, denn ich hatte gezögert und somit akzeptiert. Der Andere ließ mich lange warten, aber ich war geduldig. Nacht für Nacht hatte ich im Sonnendom gewartet, jetzt wartete ich hier, mit der stählernen Klinge im Rücken. Als er schließlich sprach, klang seine Stimme leise und rau. Es war die Stimme eines Menschen der nicht viel spricht. „Nish“ Es war seltsam meinen Namen von diesen fremden Lippen zu hören, begleitet von seinem warmen Atem, der in meinem Nacken kitzelte. Ich zuckte nicht zusammen, falls es das war, was er erwartet hätte. Ich schwieg, starrte geradeaus und dachte daran, dass die schrecklichsten Situationen meines Lebens immer damit begonnen hatten, dass jemanden meinen Namen in ebenjenem Tonfall ausgesprochen hatte. Der Andere konnte das nicht wissen. „Zeig mir deine Male.“ Unmöglich. Meine rechte Hand ballte sich reflexartig zur Faust, mein verräterischer Herzschlag verschnellte sich. Dennoch stand ich still und reglos, als hätte ich die Worte nicht verstanden. Der Druck auf der Klinge wurde stärker. „Zeig mir dein Handgelenk!“ Als ich wieder nicht reagierte, ergriff der Fremde meinen Arm und drehte ihn so, dass die beiden Male im Mondlicht schimmerten. Er keuchte auf, als ihn die Aura der Zeichen traf wie der Gestank von Verwesung – ein Ziehen im Bauch, begleitet von pochender, unerklärlicher Angst. Selbst hier in Saphira, wo niemand um die Siegel der Totengöttin wusste, scheuten die Menschen vor ihnen zurück. Sein Blick heftete an den Malen, während ich leicht den Kopf drehte und meine Augen an ihm empor wanderten. Er war viel zu abgelenkt um zu bemerken, dass die Pechrabenschwärze hinter meinen Pupillen bereits jeden Fingerbreit seiner ausdrucksstarken Züge verinnerlichte, um einen möglichen Angriff völlig auf seine Person abzupassen. Der Andere besaß das gewöhnliche Gesicht eines jungen Mannes, ein gutes Stück älter als ich, 26 oder 27 Jahre vielleicht, zu kantig und scharf geschnitten, um als gut aussehend durchzugehen und entstellt von einer vernarbten Brandwunde unterhalb des linken Wangenknochens. Die hellblonden, glatten Haare waren im Nacken mit einem Band flüchtig zusammengebunden worden, an seiner Schläfe prangte das geschwungene Zeichen der Botengarde. Ein Bote! Was, wenn er von den anderen geschickt worden war um mich zu finden? Nur wenige wussten von meinen Totenmalen, nur wenige konnten das Wissen ausplaudern. Aber die Klinge in meinem Rücken – sie sprach nicht gerade für friedliche Absichten. „Faszinierend, nicht wahr?“, flüsterte ich spöttisch ohne den Blick von den ungewöhnlich hellen Augen des Mannes zu lassen, die fast ertappt von meinem Handgelenk aufschauten. „Cirvia zeichnet jede Seele, die ihr entkommt. Ein Zeichen der Warnung, wenn man so will. Eine Erinnerung an die Vergänglichkeit des Seins.“ „Du bist nicht die einzige, die diese Male trägt.“ Die Härte in seiner Stimme überraschte mich, sie hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit Feindseligkeit. Mein gerade erschienenes, schmales Lächeln verblasste und ich schüttelte leicht den Kopf. „Nein, ich bin nicht die einzige.“ Sein Kiefer verspannte sich. „Es gibt einen anderen, der die jenseitige Welt besucht hat. Du kennst ihn.“ „Allerdings.“ Das Lächeln kehrte wieder und verwandelte sich in ein breites Grinsen. „Ich war es, die ihn ins Jenseits geschickt hat.“
Cirvia - jiílistische Göttin des Todes
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Mara
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 14:19
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| Schattenklinge |
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Registriert: 25.06.2008, 16:43 Beiträge: 51
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„Zweimal.“ Der Bote nickte mit einer Miene, als wisse er alles über meinen denkwürdigen Dolchstoß und die tödlichen Worte, was mich ziemlich verdutzt dreinschauen ließ. „Und er hat dich ebenfalls einmal getötet.“ Ich verzog das Gesicht bei der Erinnerung. „Zweimal. Einmal indirekt. Wenn wir schon dabei sind – gibt es noch etwas, was du weißt und das ich wissen sollte?“ „Du wirst mir helfen, Nish.“, erwiderte der Fremde leiser. „Ob du willst oder nicht. Aber glaub mir, du wirst mir helfen wollen.“ Interessant. Die Logik fehlte noch, aber diese Situation war doch das Spannendste, was mir seit Wochen passiert war. „Ach, und wobei?“ Er zögerte, musterte mein Gesicht, als versuche er abzuschätzen, wie viel er mir verraten konnte. „Du wirst etwas für mich tun, du wirst etwas stehlen. Zurückerobern.“ Ich lachte so laut auf, dass der Bote unwillkürlich zusammenzuckte. Stehlen. Ich. „Er hat dich überlistet, nicht wahr? Ekado hat dir seine Geschichte verkauft und du warst so dumm, dich von seinen Märchen aus Halbwahrheiten ablenken zu lassen, so dass er dich völlig unbehelligt bestehlen konnte. Was hat er dir genommen? Deine Magie?“ Er runzelte finster die Stirn. „Keine Magie, etwas viel wertvolleres.“ „Wertvoll genug, um alles daran zu setzen, es zurück zu bekommen? Du hast darum gekämpft. Du hast verloren, weil du seinen Geschichten nicht geglaubt hast, auch den Teil nicht, in dem er dir erzählt hat, er sei der Sohn des Feuers. Er hat dich berührt, nicht wahr? Mit seinem brennenden Blut berührt. Hier“ Ich strich leicht über die Brandnarbe auf seiner Wange. „Du hast keine Möglichkeit gesehen, ihn zu besiegen, deshalb bist du meiner Spur gefolgt. Ekado hat dir das mit den Totenmalen erzählt, das war schon immer eine seiner Lieblingsgeschichten. Jetzt bist du hier, um mir den Atemzähler abzunehmen und mich so zu zwingen, dir zu helfen. Vergiss es. Wer auch immer du bist, du bist nicht der erste, der das versuchen wollte.“ Ich riss meinen rechten Arm los, den er immer noch festhielt, und wich ungeachtet der Klinge seitlich zurück. Der Bote schaute mich ein paar Sekunden nur still mit unverändertem Gesichtsausdruck an, dann ergriff er leiser als je zuvor wieder das Wort. „Du begreifst schnell, Wassertochter, aber in einer Sache irrst du dich. Es gibt einen viel leichteren Weg, dich zu etwas zu zwingen, als dir den Atemzähler wegzunehmen.“ Er steckte das Messer ein, mit dem er mich bedroht hatte und zog stattdessen einen anderen, viel kleineren Gegenstand hervor. Eine Stimmgabel. „Es gibt einen Grund dafür, dass ich dich so schnell gefunden habe. Es gibt auch einen Grund dafür, dass mich niemand bei meinem wirklichen Namen nennt.“ Jetzt war es an ihm, zu lächeln, und das triumphale Glitzern in seinen hellen Augen gefiel mir gar nicht. „So viele Märchen ihr zu erzählen pflegt in eurer anderen Welt – kennt ihr auch die Geschichte vom Seelenjäger und seiner Rache?“
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cholyndra
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 19:52
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| Trübseliger Augenschein |
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Registriert: 13.12.2007, 21:06 Beiträge: 171
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Tritt auf: Handlung 15
Was wurde gesprochen? Bring ihn mir!! Er ist es den ich suche! Bring ihn mir! Befreie mich, junge Göttin! Tochter des Wassers? Sohn des Feuers? Waren das Titel, oder irgendwelche Bezeichnungen, die eine besondere Eigenschaft bezeichneten? Was war ein Atemzähler? Viele Fragen, die Feelou gerne beantwortet hätte, auch wenn es sie eigentlich nichts anging. Worauf wartest du? Ich gab dir deine Macht zurück, schenk du mir meine Freiheit! Er ist der Schlüssel! Er hat meine Freiheit! Ojymos Stimmte schallte durch Feelous Kopf, als wolle sie auch ja sicher sein, dass wirklich jede Zelle dort oben zerplatzte. Man kann sich nicht einmal die Ohren zuhalten, da es ja keinen richtigen Schall bei Gedankenübertragung gibt. Verflucht sei diese mentale Kraft!! Sag mal kannst du nicht einmal still sein? Ich habe dich nicht vergessen und auch nicht das, was du willst! Der zweite Schatten schickte einen kalten Schauer Feelous Rücken, ließ ihn dann in der Höhe der Taille hängenbleiben. Warscheinlich sollte das eine Wahrnung sein mit Inhalt: "Ich hab dich unter meiner Kontrolle", allerdings verfehlte er diese Wirkung. Schöner Trick, Olymo, kannst du noch mehr davon? Feelou verdrehte die Augen und konzentrierte sich wieder auf die beiden Fremden. Das Mädchen hatte sich losgerissen und der Mann inzwischen einen kleinen Gegenstand herrausgeholt. Feelou konnte selbst aus der Entfernung in der sie sich befand das Lächeln des Fremden erkennen. Was hatte er vor? Die Halbdämonin wollte nicht warten bis sie es sah und ihm damit vielleicht gewährte, dem Mädchen etwas anzutun. Zu sehr war Feelou von der Fremden fasziniert. Sie hatte etwas an sich, was kein Mensch sonst hier hatte. Etwas besonderes... Feelou machte sich nun bemerkbar: Hey da! Falls ich störe, ist mir das egal! Magie ist so wunderbar! Wie hatte sie es so lange ohne sie ausgehalten? Wieso hatte sie nicht gleich als ihr das Siegel aufgebrummt worden war, Selbstmord begannen? Die Feuermagie brachte das Blut deren Anwenderin zum Kochen, die Hitze vertrieb alles Negative und Feelou fand sich im selben Rauschzustand, wie in der Höhle wieder. Flammende Vögel kreisten erneut um sie. Lässig zeigte sie auf den Fremden. Wie Pfeile schossen die Vögel vor. Mit einem Schrei sprang dieser zur Seite. War diese Attacke vielleicht etwas übertrieben? Wenn schon! Es machte zu viel Spaß die anderen vor ihr zurückweichen sehen und zu spüren, wie sie vor ihren Kräften zitterten. Also was solls?
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Zeratol
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 20:10
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| Zorniger Feuersturm |
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Registriert: 10.06.2008, 18:49 Beiträge: 219 Wohnort: im wichtigsten Kuhdorf Bayerns!!!
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Tritt auf:Handlung 10
Langsam kam Samuran Feelou hinterher und sah wie sie wieder ihre Feuermagie benutze und zwar gegen 2 Personen. Eine Frau und einen Mann. Er hatte einmal irgendwo gelesen, dass es möglich ist, durch Magie süchtig zu werden. Dass man immer Magie benutzt möchte. Feelou war anscheinend nah dran. Seine innere Stimme sagte ihm, er sollte Feelous gedanken lesen und sich somit Gewissheit verschaffen, aber sein Verstand sagte ihm, dass er es nicht tun sollte, das Feelou seine Gefährtin und Freundin war. Er geriet in einen Gewissenskonflikt. Schließlich entschied er sich Feelou Gedanken vorerst in Ruhe zu lassen und sie später zur Rede zu stellen. Mit einem letzten Satz überquerte er eine niedrige Mauer, welche in diesem Vorhof stand und bewegte sich schnell auf Feelou zu. Wieso griff sie überhaupt diesen Mann an? Was ging hier vor? Was hatte dieser Mann in der Hand und wieso grinste er so? Und wieso hatte Frey Feelou eigentlich laufen lassen? Soviele Fragen auf einmal! Alles der Reihe nach..... Als erstes sollte er Feelou ein bisschen bremsen. Nach ein paar Schritt hatte sie auch schon erreicht und blickte sie zornig an. Diese Hitze war unerträglich, sogar in dieser kühlen Nacht. "Feelou hör auf damit! Wieso greifst du den da an? Was hat er dir getan?" Inzwischen hatte er seinen Stab erhoben, für den Fall, dass einer der beiden davorne zurückschlagen würde, oder dass Feelou durchdrehen würde. Er hielt beides für gut möglich....
Zuletzt geändert von Zeratol am 10.07.2008, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.
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cholyndra
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 20:44
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| Trübseliger Augenschein |
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Registriert: 13.12.2007, 21:06 Beiträge: 171
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Er vertraut dir nicht! Er wird dir in den Rücken fallen! Ojymos Anschuldigungen gegenüber Samuran klangen jedes mal Glaubwürdiger! Eine traurige Sache. Um das zu bemerken hätte sie aber nicht diese Kommentare gebaucht. Feelou hatte keine Lust zu antworten. Dennoch tat sie es. Doch sie nutzte Ojymos Gedankenübertragung, anstatt ihren Mund zu benutzen die Worte zu formen. Du vertraust mir nicht mehr Samuran! Warum zweifelst du meine Handlungen sofort an? Denkst du, nur weil ich meine Magie zurückbekam, verlor ich meinen Verstand? Ich habe nicht mehr Macht als zuvor! Ich hatte sie schon von Anfang an, ich kann sie kontrolliern. Ich kann mich kontrolliern und ich kann denjenigen kontrolliern, der dies eigentlich mit mir tun wollte! Ich werde mich nicht zurückhalten! Was stört dich daran, wenn ich einer Fremden helfe und dies auch noch mich weiterbringt? Er ist der Schlüssel; der Schlüssel zur Freiheit.
Feelou schuf vorsichtshalber noch ein Schild aus blauen Flammen, das sie schützen konnte, sollte Samuran ihr tatsächlich in den Rücken fallen. Warum sie Angriff konnte sie nicht sagen. Sie hörte nicht auf Ojymo, sonder versuchte die Fremde zu schützen. Irgendetwas war anders an ihr. Anders als die "normalen" Menschen...
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Mara
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 20:47
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| Schattenklinge |
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Registriert: 25.06.2008, 16:43 Beiträge: 51
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Feuer. Die Flammen kamen viel zu schnell, um rechtzeitig zu reagieren. Ich riss meinen Kopf noch herum und starrte in ein Paar tieflilafarbene Katzenaugen, als mich die Wucht des Elements traf und von den Beinen riss. Im Fallen noch sprangen mir rauschende Worte von den Lippen, unhörbar für gewöhnliche Ohren, aber wo sollte ich hier Wasser herbekommen, in dieser Welt, in der sich nicht einmal die Regentropfen mit mir unterhalten wollten? Vermutlich war das der einzige Grund, weshalb meine Seele nicht sofort von der bloßen Anwesenheit des Feuers zerrissen wurde – weil die Magie der Elemente hier anders wirkte. Die Flammen raubten mir trotzdem fast den Verstand. Ich kauerte auf dem Boden, als der Angriff verebbte, am ganzen Körper zitternd. Mit viel zu schnell pochendem Herzen hob ich den Kopf, wirre Strähnen meiner angesengten Haare im Gesicht. „Was zur Galena...?“ Meine schwache Stimme brach ab, als ich das Mädchen erblickte. Sie starrte mich an, das schöne und doch auf undefinierbare Art fremdländische Gesicht unleserlich. Ich dachte keine Sekunde lang, dass es sich bei ihr um ein gewöhnliches Mädchen handelte. Sie war anders als die Leute, mit denen ich in Saphira normalerweise zu tun hatte, auf eine geheimnisvolle Weise anders. Fragte sich nur, ob im Guten oder im Schlechten...
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Zeratol
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 21:03
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| Zorniger Feuersturm |
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Registriert: 10.06.2008, 18:49 Beiträge: 219 Wohnort: im wichtigsten Kuhdorf Bayerns!!!
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Irgendwie war es niederschmetternd. Sie vertraute auch ihm nichtmehr. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass irgendwer Zwietracht zwischen ihnen sähen würde. "Ich vertraue dir schon. Es ist nur sobald du deine Magie benutzt wirkst du so verändert, so unberrechenbar... Woher soll ich wissen, dass du in diesem Zustand nicht auch einmal einen Zauber auf mich schleuderst, weil es dir Spass macht? Du hast dich verändert! Du kannst das nichtmehr bestreiten. Und im glaube nicht, dass es nur an deiner Magie liegt. Irgendetwas ist hier noch, was du mir berheimlichst. Ich denke, das irgendwer deiner Verstand manipuliert, und so Zwietracht zwischen uns säät. Bitte erkenn zumindest das!" Als er sah, wie die Fremde zu Boden stürzte warf er erneut Feelou einen zornig Blick zu und begann zu dem Mädchen hinzulaufen. In Gedanken fügte er an Feelou gewannt noch hinzu: "Und das macht dir also Spass? Wehtlose nichtmagische Menschen und Lebewesen mit deinen Zauber zu bombadieren?" Als er bei dem Mädchen ankam, merkte er ,dass sie, glücklicher Weise, nicht schwer verletzt war. Trotzdem schien sie auf diese Feuermagie stärker, wie jeder normale Mensch reagiert zu haben. Aber das war vorerst nebensächlich. Sofort rief er seine Frostmagie an und kühlte somit das Mädchen. Dann hielt er ihm die Hand him und half ihm weider auf. "Hallo ich bin Samuran. Bitte entschuldige das Verhalten meiner Gefährtin Feelou, die Halbdämonin dahinten. Seitdem sie ihre Kräfte wieder erlangt hat ist sie ein kleines bisschen überschwinglich...." sagte er im gedämpften Ton, sodass Feelou seine Kritik nicht hören konnte. Dann blickte er sich um. Nicht viel entfernt lag der Mann, welcher sich langsam wieder aufrappelte.
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Mara
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 21:18
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| Schattenklinge |
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Registriert: 25.06.2008, 16:43 Beiträge: 51
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Halbdämonin. Ich starrte immer noch völlig perplex den Mann an, er mir gerade aufgeholfen hatte, aber als seine Stimme langsam zu mir durchsickerten, wanderten meine Augen zurück zu dem Mädchen.„Nish“, erwiderte ich unbewusst auf die Worte des Fremden und doch eher an seine Begleiterin gewandt. „Sie nennen mich Nish.“
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cholyndra
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 21:32
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| Trübseliger Augenschein |
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Registriert: 13.12.2007, 21:06 Beiträge: 171
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Feelou war überrascht über die Wirkung ihres Angriffs. Sie hatte nicht auf das Mädchen gezielt und auch darauf geachtet, es nicht aus Versehen zu treffen. Warum also hatte sie so reagiert?... Tochter des Wassers... ja, das musste etwas damit zu tun haben. Die Fremde schien eine große Schwäche gegenüber dem Element Feuer zu haben. Feelou musste fortan darauf achten mit den Flammen nicht mehr in ihre Nähe zu kommen. Was würde es bringen zu versuchen, sie zu beschützen, wenn sie dabei aus versehen verletzt wurde oder gar starb? Nish... schöner Name. Ein Name, dessen Klang komisch auf der Zunge schmeckte, jedoch nicht unangenehm. Ich hoffe du kannst meine Hilfe überhaupt gebrauchen. Die Halbdämonin lächelte freundlich und legte den Kopf schief. Er will angreifen! Sei auf der Hut! flüsterte Ojymo in meine Gedanken. Feelou war sofort wieder auf den Fremden konzentriert. Sie wollte eigentlich nicht Kämpfen, doch was sollte sie sonst tun. Also kostete sie erneut die Magie des Feuers. Zur Fremden meinte sie: Geh in Deckung! Das Feuer scheint dir ja nicht so zu bekommen., dann meinte sie, während sie erneut Flammenvögel erschuf und diese in funkensprühenden Bahnen auf den Feind hetzte: Mit freundlich Grüßen von Ojymo!
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Mara
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 21:43
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| Schattenklinge |
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Registriert: 25.06.2008, 16:43 Beiträge: 51
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Die Welt wurde immer seltsamer und zwar mit jedem Wimpernschlag. An sich nicht schlecht, dass Feelou den Boten fertig machte ohne dass ich einen Finger rühren musste – ich hoffte nur, dass er danach noch am Leben war. Ich brauchte ihn, oder vielmehr das, was er wusste. Der Seelenjäger war der Schlüssel zum Liliafürsten. Als die Halbdämonin erneut Feuer heraufbeschwor, wich ich weiter gegen die Mauer des Sonnendoms zurück, aber es gelang mir dieses Mal, die Fassung zu behalten, auch wenn sich meine Fingernägel in den Stoff meines Umhangs gruben. Ich beobachtete befremdet, dass die Flammen die elegant geschwungene Form von Vögeln zu haben schienen, wilde, zischende Tiere, die sich mit spitzen Krallen und Schnäbeln auf den zusammengekrümmten Mann stürzten. Ekado wäre garantiert vor Neid erblasst, wäre er hier gewesen.
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cholyndra
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 21:53
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| Trübseliger Augenschein |
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Registriert: 13.12.2007, 21:06 Beiträge: 171
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Feelou spürte die Angst des Mannes, als sie den Namen "Ojymo" aussprach und natürlich die, als die Flammen auf ihn zuschossen. Verzweifelt stürzte er sich erneut zu Boden, in der Hoffnung ihnen auszukommen. Aber wie sollte er? Wenn doch ich ohne Mühe die Richtung der Magie aufs genauste bestimmen konnte. Eigentlich musste der Mann sich keine Sorgen machen. Feelou hatte nie vor ihn zu töten. Später vielleicht mal, aber nicht jetzt. Ojymo würde ihre Gefühls- und Gedankenwelt in Stücke reißen, wenn er starb. Die beste Möglichkeit war also den Fremden festzunageln. So erschuf die Halbdämonin also einen Kreis aus Feuer um ihn herum. Jetzt konnte sie sich erst einmal Nish zuwenden. Nun Nish, wie Samuran schon bemerkt hat: ich bin Feelou. Es freut mich sehr deine Bekanntschaft zu machen. Ich habe eine Frage vorneweg: Du kommst nicht aus dieser Gegend, richtig?
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Mara
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 21:59
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| Schattenklinge |
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Registriert: 25.06.2008, 16:43 Beiträge: 51
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„Aus dieser Gegend?“ Ich lachte rau, mit ein wenig verbliebener Hysterie des eben überstandenen Schocks. „Nein, ich komme... aus einer ferneren Welt. Aber da bin ich nicht die einzige, nicht wahr? Du schaust auch nicht gerade alltäglich aus.“
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cholyndra
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 22:07
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| Trübseliger Augenschein |
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Registriert: 13.12.2007, 21:06 Beiträge: 171
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Feelou lachte ebenfalls. Nein, ich komme nicht einmal aus dieser Welt. Ich bin mehr oder weniger gezwungener Weise hierher gekommen. Ich darf doch mal eine Fragestunde starten: Also, mich würde interessieren, warum du so auf Feuer reagierst. Was ich auch noch wissen will, wer ist dieser komische Mann eigentlich und was wollte er von dir? Ich hoffe es war kein Freund oder so. Naja, freundlich war er ja nicht gerade Nish gegenüber, aber man konnte nie wissen. Lieber einmal zuviel nachfragen, als dann irgendwelche Fehler zu machen, die später böse Auswirkungen hatten. Die Halbdämonin warf einen kurzen Blick zum gefangenen Mann hinüber, der gerade mit Rufen auf sich aufmerksam machen wollte, lautstark seine Freilassung forderte und mit leeren Drohungen um sich warf. Unser Kerlchen schein auf alle Fälle eine große Klappe zu haben. Vielleicht kann er diese auch benutzen nützliches zu sagen; uns ein paar Informationen geben. Feelou lächelte Nish an.
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Mara
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 22:23
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| Schattenklinge |
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Registriert: 25.06.2008, 16:43 Beiträge: 51
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„Warum ich so auf Feuer reagiere? Es hasst mich. Es liegt in seiner Natur.“ Das älteste aller Gesetze. Ich erschauderte beim bloßen Gedanken daran. „Jenseits der Meere war ich die Tochter der Meere, aber hier bin ich nichts als eine Fremde.“ Ich trat wieder näher und musterte den jungen Mann. „Der hier ist sauer auf meinen Lieblingsfeind. Was ihn umso interessanter macht. Seelenjäger!“ Er hielt inne in, als ich ihn direkt ansprach und fixierte mich mit eisblauen Augen. „Wassertochter?“ Der Tonfall triefte vor reiner Verachtung. „Du willst wissen, wo er steckt? Da kannst du verdammt lange suchen, er ist zurückgereist.“ Ich tauschte einen flüchtigen Blick mit Feelou. „Er lügt?“ Frage und Feststellung zugleich. Diese Art von Unsicherheit war mir neu.
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cholyndra
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 22:40
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| Trübseliger Augenschein |
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Registriert: 13.12.2007, 21:06 Beiträge: 171
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Wir können ja mal schauen, ob unser werter Herr nicht doch seine Aussage ändert. Mit einer Handbewegung lies Feelou den Feuerkreis enger werden. Die Flammen streckte sich nach dem Fremden in ihrer Mitte, doch konnten sie ihn noch nicht erreichen, gerade mal so um Haaresbreite. Feelou hielt ihren Hunger noch zurück. Der Mann stieß einen unterdrückten Fluch aus und sah sich nach einer Möglichkeit um, der Glut zu enkommen. Feelou lachte. Du wirst in einem Kreis keine Lücke finden. Warum mussten manche Leute eigentlich immer das tun, was sie nicht sollten? Zum Beispiel durch Feuer springen. In seiner Verzweiflung übersah der Fremde die Schmerzen, die ihm die Flammen zufügten, als sie an seinen Kleider und zum Teil an seiner Haut zerrten. Feelou hatte immernoch nicht alles erfasst, als der Mann, noch an einigen Stellen seiner Kleidung rauchend und nun ohne Haare, denn diese hatte die Hitze gefressen, auf die umliegenden Gassen zurannte. Seltsam erstarrt fragte Feelou Nish: Hast du einen Plan, wo der Typ hinwill? Ach man, ich hab eigentich keinen Lust auf eine Verfolgung! Sie starrte ihm einfach nur hinterher, während Ojymo in ihrem Kopf Schreikrämpfe bekam, mit Schimpfwörtern, die eigentlich einen Preis verdiehnt hätten, um sich schmiss und die Halbdämonin aufforderte etwas zu unternehmen. Feelou blickte leicht verwirrt zu Nish. Ich denke du brauchst auch noch Informationen von ihm oder? Ich denke wir haben somit das selbse Ziel...
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Mara
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 22:51
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| Schattenklinge |
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Registriert: 25.06.2008, 16:43 Beiträge: 51
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„Keine Ahnung, wo er hinwill.“ Ich stieß einen langen, ausführlichen Fluch aus, aber mir war klar, dass ich in meinem Zustand keine Verfolgungsjagd auf mich nehmen konnte, nicht mit den Nachwirkungen des Feuersturms. Stattdessen wandte ich mich leicht verstimmt Feelou zu. „Du willst auch etwas von ihm? Dann wär’s wirklich alles andere als dumm, uns zusammenzutun, um ihn zu kriegen. Ich glaube er hält etwas zurück, viel mächtigere Fähigkeiten als er angewandt hat.“ Ich wandte mich mit einem auffordernden Blick auf Feelou zum Gehen. Dem Seelenjäger nach. Mit einer Halbdämonin an meiner Seite durfte es nicht allzu schwer werden, ihn einzuholen.
Tritt ab
Zuletzt geändert von Mara am 09.07.2008, 22:59, insgesamt 1-mal geändert.
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cholyndra
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 09.07.2008, 22:59
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| Trübseliger Augenschein |
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Registriert: 13.12.2007, 21:06 Beiträge: 171
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Ich denke auch, das er noch ein Ass im Ärmel hat, aber warum hat er es nicht angewandt? Letztendlich müssen wir ihm hinterher. Gott, wie ich soetwas hasse... er könnte überall hin sein. Feelou seufzte und machte sich auf, in die Richtung, in der der Mann verschwunden war. Sie was sich sicher, dass noch einiges interessantes bei ihrer neuen Aufgabe auf sie zu kam. Vor allem glaubte sie, dass es mit Nish an ihrer Seite nicht langweilig werden würde.
Tritt ab
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Grusaluk
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Betreff des Beitrags: Re: [Saphira] - Alter Sonnendom
Verfasst: 10.07.2008, 17:14
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| Schattenklinge |
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Registriert: 24.06.2008, 17:23 Beiträge: 51 Wohnort: Bayern
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Tritt auf: Handlung 3
Asasel humpelte der Halbdämonin so schnell er konnte hinterher und konnte sogar die beiden Magier für einige Zeit abhängen, als er sie dann endlich eingeholt hatte, war sie auch schon wieder am gehen. Das wird mir jetzt aber wirklich zu blöd, ich bin doch kein verdammter Maraton-hüpfer dachte Asasel verärgert und setzte sich auf den Boden um auf die beiden Magier zu warten, die gerade den Platz betraten. Asasel rief die beiden zu sich und verkündete dann Ich habe keine Lust mehr der Halbdämonin die ganze Zeit nachzurennen, deshalb werde ich - nach einer kleinen pause - irgendwo anders hingehen. Deshalb frage ich euch was ihr machen wollt
Zuletzt geändert von Grusaluk am 10.07.2008, 18:53, insgesamt 1-mal geändert.
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