Das Gefängnis Frablin


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 Betreff des Beitrags: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 26.04.2009, 15:05 
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Allgemein
Überall innerhalb und außerhalb des Gefängnisses patrullieren Wachen. Zudem sind in jedem Raum Wachen staioniert. Jede Wache besitzt einen Bronzeschlüssel, der an einer dünnen Kette aus Bronze befestigt ist.

Eingangshalle
Eine weitesgehend leere Halle.
Gegenstände: [nicht mehr Verfügbar: Lose Bodenplatte aus Stein,]
Hier ist ein schwer bewachter Eingang ins Gefängnis.

Folterkammer
Eine dunkler Raum, gefüllt mit Folterinstrumenten.
Gegenstände: Zange, Säckchen mit Kohle, [nicht mehr Verfügbar: Hand- und Fußfesseln], Schandmaske, [nicht mehr Verfügbar: Abgesägter Arm]

Ställe
Eine mittelgroße Halle mit einzelnen Pferdeställen, Futtermitteln, Satteln und Stroh. Eine Hand voll Pferde sind ebenfalls zugegen.
Gegenstände: leerer Sack, Hand voll Stroh, Zaumzeug, Heuballen,
Extra: Pferde satteln (1 Beitrag)
Hier ist ein verschlossener Eingang ins Gefängnis. [geöffnet]

Gefängniszellen
Sträflinge, die in ihren Zellen zusammengepfercht sind und langsam aber sicher verkümmern.
Gegenstände: Unrat,
Die einzelnen Zellen sind verschlossen.

Kerkerzellen
Häftlinge, die nach schweren Verbrechen im Kerker vergessen werden.
NPC: Gefangener bieten den Tausch eines roten Kristallsplitters an
Die einzelnen Zellen sind verschlossen.

Innenhof
Ein kleiner Innenhof, den die privilegierten Gefangenen einmal am Tag betreten dürfen.
Gegenstände: Hand voll Kieselsteine, Felsbrocken

Küche
Die Küche dient ersterlinie zur Versorgung der Wachen, die Gefängenen erhalten eine einheitliche Grütze.
Gegenstände: Geschirr, Schale mit Grütze, Gemüse, Säckchen mit Mehl, Säcken mit Salz, Schöpflöffel, Küchenmesser, Kräuter
NPC: Koch besitzt einen Eisenschlüssel (1 Beitrag)

Wachraum
Die Wachen, die gerade nicht ihre Schicht haben schlafen hier.
Gegenstände: [fallengelassen: Hand- und Fußfesseln], [nicht mehr Verfügbar: Trank der Überwindung],
Der Wachraum ist in Richtung der Küche verschlossen. [geöffnet]

Raum des Gefängnisvorstehers
Der über seine Maßen eingerichtete Zimmer des Gefängnisvorstehers.
Gegenstände: Apfel, Zierdegen, Stapel mit beschriebenen Papyrus, Weihwasser,
NPC: Gefängnisvorsteher besitzt einen Silberschlüssel (2 Beiträge)

Waschhalle
Ein wenig Wasser wird in den Becken dieses Waschraumes für die Wachen aufgeheizt.
Gegenstände: Eimer mit Wasser, Brennholz, Hand voll Dreck,
Hier ist ein verschlossener Eingang ins Gefängnis.

Verließ
Das tiefste und dunkelste Loch des Gefängnisses
Gegenstände: Abgerissene Eisenkette,
Exra: Den Schlossbrecher befreien (1 Beitrag)
Das Verließ ist verschlossen.

Lagerräume
Ein Lager für Vorräte und Materialien.
Gegenstände: Seil, blauer Kristallsplitter, leeres Kästchen, Holzbalken, Versatzstücke, Hammer,
Extra: Reisevorräte bereit machen (2 Beiträge)
Die Lagerräume sind verschlossen.

Regeln für die neue Pen&Paper-artige Spielweiße


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 26.04.2009, 15:24 
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"Ahhhhh! Freunde. Und Feinde. Fehden führende Freundliche Feinde meiner Freunde!"
Adrian bestaunte die beiden eingetroffenen Gruppen, die sich nun vor dem Gefängnis feindselig anstarrten. So war das also. Jeder wollte die Burg erstürmen, die Festung erobern, den Gefangenen entfangen. Doch stürmen? Keine Chance. Sonst würde einer wahrer Sturm Klingen erklingen. Aber zusammenarbeiten? Mit denen? Niemals!
Adrian machte einen Schritt nach vorne.
"Schert euch zum Teufel, ihr mistigen Träufel!"
Diesem Geplänkel musste zum Sieg verholfen werden. Der Blick des Beschwörers wanderte zum Gefängnis. Türme standen massiv und schwer inmitten der Schneewehen, und die Wachen vor Tür und Tor waren selbst von hier zu erkennen. Welch List könnte dort hineinführen? Das würde sich erweisen!



"Wer jung ist, soll nicht zögern zu philosophieren, und wer alt ist, soll nicht müde werden im Philosophieren.", Epikur
"Es ist besser, Unrecht zu leiden als Unrecht zu tun.", Sokrates


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 26.04.2009, 17:19 
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Kalter Wind schlug Yatzun entgegen, als er das Gefängnis erblickte... Doch es war nicht nur kalt, es war eisig, verdammt eisig. Missmutig kuschelte er sich in die drei Lagen an Pelzkleidung, die er sich übergestreift hatte. Doch nicht mal die konnten wärmen ... sie machten es höchstens fasst lauwarm. Er hasste Kälte. Gerade befand er sich noch im Gildenhaus und schon stand er hier, allein, mit dem Befehl, sein Gilde zu suchen. Woher wusste man überhaupt, das sie hier war?! Hatte es nicht geheien, irgendein Turm in Siriel wäre das Ziel der Reise. Doch so sehr er die Gilde verfluchte, den verdammten Auftrag und die noch verdammtere Kälte, die in zu verzehren schien, er musste sich doch eingestehen, das man Kharem etwas abgewinnen konnte. Dieses Land hatte etwas faszinierendes, der Ruf einer Pracht, der von unnahbarer Schönheit sprach. Selbst jetzt, wo fasst nichts die Welt erhellen konnte, stach einem der Schnee hell ins Auge.
Eisiger Wind schlug ihm ins Gesicht und blies ihm die Kapuze vom Kopf. Fluchend drehte er sich weg vom Wind und fischte die Mütze aus dem Wind. Vor ihm ragte das Bollwerk Frablim in die Höhe, so mächtig, als wäre es selbst ein Berg, von Riesen in diese frostige Einöde gesetzt. Irgendwo nahe ihm hörte er gedämpfte Stimmen. Allarmiert sah er sich um, suchte nach einer Gerfahr. Fluchend tastete er mit den Händen nach seinen Waffen. Genau deswegen hatte er selten Lust etwas längeres als seine Weste zu tragen. Nirgendwo fand er seine Klingen, fasst schon hatte er Angst, er hätte sie vergessen. Und während er mit den Händen in den dicken Pelzen suchend grabte, ging er Schritt für Schritt rückwärts auf die Festung zu. Immer anstrengender wurden die Bewegungen ob des tiefen Schnees, durch den er stapfte. Warum auch Straßen benutzen. Wäre ja viel zu einfach. Er verfluchte sich selbst und seinen Starrsinn, doch bevor er lange über sich selbst herziehen konnte stolperte er über den Rand eines kleinen Abhangs. Als er keuchend aufstand aus dem Tiefschnee, welcher seinen Sturz gebremst hatte, sah er schon, woher die Stimmen kamen. Aus einer nahen Höhle schritt perplex seine Gilde, viel zu leicht bekleidet fr diese Kälte, wie er feststellen musste, und von einer anderen Seite traf auch schon die zweite ein. Ihre Feinde. Und natürlich, wie sollte es anders sein, waren sie bestens ausgerüstet für Kharem.



Mit einer geballten Faust kannst du niemandem die Hand reichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 26.04.2009, 20:50 
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Siver überblickte noch einmal die Ebene die vor ihm lag. Eine Ebene die man nicht sah, weil so weit das Auge reichte alles Meterweise von Schnee bedeckt war. Siver war sich nicht einmal sicher ob da überhaupt eine Ebene vor ihm lag. Er nahm seine weiße Maske vom Gesicht ab. Weiß deshalb, weil sie mittlerweile ebenso von Schnee bedeckt war wie der Rest seines Körpers und kalter, stechender Wind peitschte nun über sein Gesicht. Noch einmal blickte er nach Vorne. Es hätte alles vor ihm liegen können. Es hätte ebenso eine harte Steinwand vor ihm liegen können und er hätte sie wohl erst dann bemerkt, wenn sein Gesicht schon längst schmerzhafte Bekanntschaft mit ihr gemacht hätte, so viel Schnee wurde umhergewirbelt.
Er hörte Stimmen, die im Schneegestöber beinahe verstummten. Er hastete einige Schritte nach vorne, als der Boden plötzlich unter seinen Füßen nachgab und er rücklings an einer festen Schneewand nach unten stürzte.
Er landete mit seinem Gesicht mitten im Knietiefen Schnee.
"Mermammt....!", grummelte er und auch jeglicher Versuch die Wörter richtig zu artikulieren schlug fehl, denn alles was sich neben seiner Zunge und seinen Zähnen noch im Mund befand war - Schnee.
Wieso musste er nur mit in eine so eisige Gegend kommen? Er hatte sich nicht dafür gemeldet. Er wäre wohl lieber auf einem gut bestücktem Marktplatz einkaufen gegangen, anstatt sich hier in dieser neuen Eiszeit die Füße abzufrieren.
Schnell und gereizt rappelte er sich auf und stürmte nun regelrecht in Richtung....
"... in Richtung...", dachte sich Siver.
"....in ..... Richtung ...", wiederholte er und wandte sich zwei mal suchend um.
"Mermammt....", sagte er wieder, wischte sich nun endlich den Schnee vom Gesicht ab, spuckte auch den restlichen in seinem Mund aus und wiederholte erneut seine Worte:
"Verdammt!!"
Siver zumindest wusste nicht wo er war. Er wusste genauso wenig wohin er musste. Er wusste nur dass er überhaupt wo hin musste. Er musste irgendwo hin wo es warm war, damit er nicht erfrierte. Er musste irgendwo hin.... aber wollte er auch dorthin, wo er hin musste? - Nein.
"Ich kann schon gar nicht mehr richtig denken..." murmelte er, aber im selben Moment hatte er die Idee.
Er holte tief Luft und brüllte in den Schneesturm hinein. Vielleicht vermochte ihn ja irgendjemand von seinen gildenmitgliedern zu vernehmen und kam ihm zu Hilfe aus seiner Orientierungslosigkeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 27.04.2009, 13:02 
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Während meine Kollegen rasten, rase ich ich schon einmal weiter, denke ich. Adrian machte sich auf die Suche nach einem einsamen Posten in der Umgebung des Gefängisses. Und nach einigen durchquerten Schneedünen wurde er auch fündig. Aufgrund der Kälte zügig dahintrottend, in einen schwerer Reitermantel gehüllt unter dem das Banner von Frablim sichtbar war, erspähte der Totenbeschwörer einen Soldaten. Hallo, Freund! Schau hin, mein schöner Tand! Schau hin, es ist nur Sand! Nein. Staub! Oder Schnee.
"Halt ein, du einsamer Wanderer!", rief Adrian den Patrulliengänger an.
Dieser bieb stehen und musterte den zerlumpten Magier im wollernen Umhang misstrauisch, sagte aber kein Wort. Schweigen ist Gold. Oder eher Sold? Soldat! Adrian hatte die Wache eingeholt.
"Soldat! Ich muss in den Turm mit den Spitzen!"
"Wohin?"
"Die spitzen Spitzen des eisernen Zauns!"
Der Patullierende schien etwas entgeistert. Sollte er diesen Verrückten schlagen, ignorieren? Oder vernünftig mit ihm reden?
"Was willst du!?"
Jetzt reiße dich einmal zusammen, Adrian!
"Ins Gefängnis! Ins Gefängnis von Frablim! Ich muss hinein!"
"Du kannst nicht einfach ins Gefängnis."
"Oh..."
Die Glut des Lebens, die in der Wache lag war gut zu spüren. Ich würde dir gerne alles lassen. Aber das meiste muss ich dir nehmen. Langsam begann der Todesweber diese Kräfte in den Armen freizusetzen, zu entziehen. Der Soldat zuckte zusammen. Oh ihr Arme! Seid ihr müde? Ruht euch aus! Das Misstrauen der Wache stieg weiter an, zumal er das Schwert an Adrians Seite entdeckte. Der prüfende, durchdringende Blick des Soldaten blieb daran hängen.
"Mein Schwert? Gefällt es euch? Wollt ihr es sehen?"
Ein Lächeln kindlicher Begeisterung zeichnet sich auf Adrians Gesicht ab. Schlaft, ihr Arme, schlaft! Er zieht das Schwert und hält es mit dem Griff voran dem Wächter hin. Dieser nimmt es etwas perplex.
"Es ist ziemlich rostig."
"Ja, leider. Aber ich mag es trotzdem. Gefällt es euch?" Adrian streckte die Arme aus. "Kann ich es wiederhaben?"
"Ja, natürlich."
Erleichtert gab die Wache das Gewicht wieder ab. So schwer, die Arme, so schwer. Kaum das er die Klinge wieder in den Händen hielt, stieß Adrian die Spitze mit einer kräftigen Bewegung in den Hals, direkt unter dem Helm. Noch im Todeskampf schien der Soldat die Fäuste heben, seine Axt greifen, sich verteidigen zu wollen... doch es gelang ihm nicht. So müde, die Arme, so müde. Schnell färbte sich der Schnee rot vom fliesenden Blut des Toten. Die verkrustete Waffe hatte eine scheußliche, ausgefranzte Wunde hinterlassen. Na mein Freund? Ich konnte nicht anders. Der Diener bin ich nur, der Diener des Fächelnden. Deine Seele habe ich dir gelassen, den Rest musste ich leider nehmen. Eilig begann der Totenbeschwörer die Kleider des Toten über seine eigenen anzuziehen. Was ist denn das? Was für ein schöner Schlüssel. Oder lieber Schüssel. Oh eine warme Suppe aus einer warmen Schüssel. Herrlich. Eine Axt? Was will ich mit einer Axt? Wütend warf der Magier diese weg, gürtete sich stattdessen sein eigenes Schwert um. Sehr gut. Jetzt bin ich komplett verkleidet. Adrian war, komplett in die Rüstung des Wachmannes gehüllt, einem der Frablin-Soldaten zum Verwechseln ähnlich. Komm, mein Freund. Gut gelaunt hob Adrian die halbnackte Leiche über die Schulter und macht sich auf den Weg.

//Gegenstand ”Bronzeschlüssel” wurde aufgenommen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 27.04.2009, 14:27 
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In der Ferne hörte er etwas ... was war es? Es war laut, ein Geheul wie das des Windes, wenn er durch Gemäuer zieht, nur noch lauter. Yatzun blickte unentschlossen hin und her. Sollte er zu seiner Gilde gehen, oder dem Rauschen folgen, das von der Düne zu kommen schien, von der er hinuntergerutscht war.
Er entschied sich dafür, nachzusehen, was das war, das dort so dröhnte und heulte. Langsam kämpfte er sich durch den Tiefschnee, seine Beine waren schon taub, als wollten sie abfallen. Er hoffte, im Gefängnis würde es wärmer sein. Schritt um Schritt kam er der Spitze des Hügels näher, während das Getöse immer lauter wurde. Als er oben ankam, erschöpft und so müde das er sich am liebsten einfach hingelegt hätte, wurden ihm die Knie schwach und verzweifelt blickte er dem, was da kam, entgegen. Klar, wenn man sich entscheiden konnte, nach seiner Gilde zu sehen oder einem bedrohlichen Lärm entgegen zu gehen für was entschied man sich logischerweise? Natürlich! FÜr den Lärm ...
Denn was da auf ihn zukam, war eine wirbelnde Schneewand, ein stürmischer Wind, der mit rasender Geschwindigkeit wie eine Welle auf ihn zukam. Gerade stand Yatzun noch im Freien, doch gleich würde er eingehüllt sein von eiskalten, fliegenden Eiskristallen.
"Warum immer ich?!", das waren seine letzten Worte, dann traf ihn so harter Wind, dass er fast umgefallen wäre und immer weiter an jenen Rand zurückgedrängt wurde, ber welchen er kurz zuvor schon gestürzt war. Der Schnee peitsche in sein Gesicht und die Kälte frass sich in die Visage, als würde man dort mit Sägen rumschneiden. War da eine Gestallt? Er wusste es nicht, er sah fasst nichts mehr. Und dann war es windstill, für einen ganz kurzen Moment war er in einem Loch in dem Sturm gewesen. Und da hatte er die Gestallt gesehen, ganz sicher. Wer war der Verrückte, der hier umhestapfte? Doch dann, noch bevor er ansatzweise ergründen konnte, wer es war, erfasste ihn der Sturm schon wieder so hart, dass er die Augen nicht mehr öffnen konnte. Und plötzlich war da kein Boden mehr und er kugelte wieder im Tiefschnee den steilen Hang hinunter. Unten angekommen, blieb er erstmal liegen. Etwas war komisch. Noch war er zu erschöpft, um es zu bemerken, doch nach einem kurzen Moment stellte er fest, dass dort, wo er stand, nicht wirklich Wind war. Er sah über sich, denn das tosen hörte er immer noch. Und tatsächlich, all der Schnee, die Brocken und das Eis zogen mit dem Sturmwind über ihn hinweg. Und wahrlich, als er das Spektakel um ihn herum beobachtete, musste er sich eingestehen, wie wunderbar diese Welt war. Wunderbar anzusehen.
Doch er durfte sich nicht aufhalten lassen, er musste seine Gilde finden und sie sicher weiterbringen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 27.04.2009, 14:54 
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Eine Gestalt tauchte ihm sehr nahe auf. Das satte Weiß zog sich kurzweilig ein wenig Richtung Horizont und er konnte nun weiter in die Ferne blicken.
Wer war dieser total leichtsinnige Irre, der da auf ihn zukam? Er machte auch einige Schritt unentwegt auf die Gestalt zu.
Schließlich konnte er erkennen, dass sie einen Pelzmantel anhatte und musste nun doch zugeben, dass er selbst verrückter war als der Unbekannte, denn er trug weder Pelzmantel noch sonstige speziell für die Kälte ausgerichtete Kleidungsstücke am Körper. Er stapfte weiter durch den Schnee der Gestalt entgegen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 27.04.2009, 14:57 
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Noch immer vor dem Gefängnis schlenderte Adrian etwas ungemütlich durch das Eis. Welch Ironie? Nicht wahr, mein Freund? Die Leiche trug Adrian nach wie vor über der Schulter, wie der Hirte sein Lamm. Mir ist so heiß, dabei ist es so kalt. Kühl! Stürmisch! Was für ein Sturm! Voll Schnee, Eis und Greis. Nein, greis nicht. Der Freund ist noch jung. Unerbittlich kämpften die Schneewehen und der junge Magier mit seiner Last. Sie rangen um das Vorankommen, oder stehenbleiben. Tralalala! Ein guter Tag, mit einem guten Freund! Nicht wahr, mein Freund? Eine Kleidung, die Rüstung meines viel zu großen Freundes darüber, dazu noch zwei Umhänge und diese verdammte Leiche. Laich. Wie Froschlaich. Der ist aber nicht so schwer. Und kein Freund. Komm, Freund, komm! Wir müssen weiter. Du bist vielleicht kein Freund. Sondern ein Diener! Aber ich mag dich trotzdem. Wie mein rotes Schwert. Rot vor Rost? Oder vor Frost? Nein, vor Blut. Blut ist gut. Dieser Sturm. Er wird das Blut verdecken, die Spuren verwischen. Die Axt auftischen!
Der Totenbeschwörer näherte sich dem Vordereingang des Gefängnisses, gerade so außer Sichtweite. So. Geschafft. Erleichtert lies er die Leiche auf den verschneiten Boden der ewig währenden Dunkelheit von Kharem fallen. Trotz des Sturms zeichnete sich weit weg am Horizont ein gewaltiges Lichtspiel am Himmel ab. Einen Moment betrachtete es der Magier fasziniert. Dann hatte es sich auch schon wieder verzogen, auch die Ferne war wieder in Dunkel gehüllt.
"Komm auf, mein Freund!"
Adrian lies seine schwarze Magie in den Körper strömen, formte in zu falschen Leben. Und zwang ihm seinen Willen auf. Hahahaha! Ahaha! Ahahahaha! Wille. Stille. Grille! Bleib hier! Bewache den Eingang! Wenn jemand von den Abyss kommt... Töte ihn! Der erweckte Tote erhob sich langsam und blieb stehen, vom Sturm und Eis unbeeindruckt. Sein Gesicht war ausdruckslos, die Augen hatten keinen Glanz. Glanz wie Diamanten hätte er eh nie gehabt. Er hätte sich eher die Augen ausgeschabt. Der Totenbeschwörer ging entschlossen auf den Gefängniseingang zu. Bleib wohl tot, Freund! Halte sie auf! Ich sehe dort jemanden kommen!

//Adrian verwendet die Fähigkeit Totenbeschwörung L1. Ziel: Gilde der Abyss. Ort: Außerhalb des Gefängnisses.

@chise: Hau mal den r-tag in die Leiste!



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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 27.04.2009, 16:21 
Offline   Zorniger Feuersturm
Zorniger Feuersturm
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Langsam trat Venarius aus der Höhle. Sofort schlug ihm bittere Kälte entgegen, kaum hatte er einen Schritt nach drausen getan. Wo war er gelandet? Und warum waren sie in dieser Kälte? In dieser verdammten eisigen Kälte... Wohin jetzt? Zurück? Nein... der Tunnel war eingestürzt und wer weiß, wieviel davon noch einstürzten wird... Und zudem noch diese Spinnen... Venarius erschauderte und zwang sich dazu seinen Blick in die Ferne zu richten. Nur weiß. Eis. Schnee. Schneesturm. Unwillkürlich musste der Magier lächeln. Er war ohne es zu wissen und ohne es zu wollen direkt in sein Element geführt worden. Warum hatte er schließlich jahrelang sich den Studien der Eismagie gewidmet? Vielleicht waren sie ihm ja jetzt einmal etwas zu nutzte. Hier in dieser trostlosen Eiswüste... Doch halt! Da war doch etwas! Ein Gebäude. Ziemlich groß, dennoch ziemlich weit entfernt... Irgendwie erinnerte ihn das an etwas. Er glaubte es schonmal gesehen zu haben. Auf einer Zeichung... Es war das Gefängis Frablin "Verdammt! Es ist doch nicht möglich?!? Warum zum Henker kommen wir genau dahin, wo wir nicht hinwollen?" Venarius schüttelte seinen Kopf und ging dann langsam los. " Zurück können wir nicht... Also immer vorwärts.." Die Kälte machte ihn inzwischen nichts mehr aus... Ach wie praktisch es doch war, in seinem Element zu sein!


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 27.04.2009, 16:32 
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Kaum in der Eingangshalle angekommen wird Adrian schon von den Torwachen von Frablim aufgehalten. Hoffentlich reicht meine ti-ta-Tarnung!
"Schon so früh wieder rein, Kumpel? Du drückst dich doch nicht? Jetzt ist eigentlich kein Schichtwechsel."
Reis dich zusammen Adrian! Rede verständlich!
"Nein, nein, nein. Ich muss Meldung machen! Ich wurde angegriffen." Adrian lachte los.
"Das findest du lustig?"
"Es ist mir nichts passiert."
Langsam musterte der Magier die Halle. Wohin weiter?
"Lasst ihr mich jetzt durch? Ich muss noch zum Größten hier drin."
"Jaja, geh schon..."
Gehen. Wohin? Woher? Warum? Wegen der Merai? Maue Merai. Warum der Gilde dienen? Wenn ich doch den Inneren diene. Den Webern! Dem Weber. Kein Streber, ich strebe nach anderem! Adrian setzte sich in Bewegung, tiefer ins Innere des Gefängnisses.
"Der Größte ist immer noch der Koch!", hörte der Totenbeschwörer die Wachen hinter sich johlen. Lautes grölendes Lachen verfolgte ihn. Ich bin drinnen! Innen! Der Innere wird sich freuen!



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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 27.04.2009, 16:50 
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Siver stapfte weiter rasch durch den tiefen Schnee auf die Person zu. Die Konturen wurden Schritt für Schritt klarer und irgendwann konnte er schließlich erkennen, wer sich vor ihm befand.
Er sah aus, ähnlich wie eine übergroße Weihnachtsglocke. So viel Pelz hatte das Gegenüber am Leib.
"Yatzun...!"
Siver schlug sich auf die Stirn.
"Warum bin ich nicht gleich darauf gekommen?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 27.04.2009, 17:59 
Offline   Mystischer Regen
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Yatzun sah Siver verdutzt an und sein Blick wanderte zwischen ihm und dem Hügel über ihm hin und her ... Wie war er hierher gekommen? Nach Kharem. Und warum waren sie nicht zusammen gereist? Naja egal, das war nebensächlich und sollte nicht diskutiert werden. Sie hatten andere Porbleme. Der Sturm töste immer noch um sie herum, nicht minder stark als zuvor. Sie mussten weiter ... doch wohin?! Wohin wollten sie überhaupt?
"Warum soll ich den verdammten Gefangenen retten?" Er benutzte das Wort "verdammt" heute ziemlich oft, wie ihm auffiel. Siver sah ihn nur fragend an.
"Ah ja, entschuldige. Grüße, Siver. Schön das du vorbeischaust. Wir sollten ...." Was sollten sie? Erst nach Frablim oder erst zu ihrer Gilde. Leichter wäre es gewesen, in kleiner Gruppe Frablim zu durchqueren, doch sie mussten sich miteinander absprechen. Also zur Gilde!
"Wir sollten zu unserer Gilde! Sie sind dort hinten irgendwo aufgetaucht, frag mich nicht, wie."
Er drehte sich um und rannte in die Richtung, wo er die anderen vermutete, ohne auf Siver zu warten.



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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 27.04.2009, 18:36 
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"Zur Gilde...? ... ohne jegliche Begeisterung...", sagte Siver, folgte ihm aber dennoch ein wenig missmutig hinterher.
"Und wenn schon jemand vor uns im Gefängnis angekommen ist? Was machen wir denn dann?"
Yatzun antwortete nicht und watete einfach weiter durch die Schneemassen.
"Was ist... wenn wir dort ankommen und das was wir suchen müssen ist schon längst verschwunden?"
Siver stolperte beinahe und begann zu Yatzun zu hasten, bis er ihn schließlich eingeholt hatte, ihn an seiner Schulter packte und dieser herumwirbelte.
"Können wir nicht einfach hier stehen bleiben und warten, bis unsere Verbündeten bei uns sind?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 27.04.2009, 19:59 
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Zwei Gestalten. Nicht besonderst groß. Nicht besonderst deutlich. Hinter dem ganzen Schnee... Stück um Stück stampfte der Magier weiter in Richtung des Gefängnisses. Schneeflocken wirbelten ihm ins Gesicht, doch das war nicht im geringsten ein Problem. Er mochte es sogar. Sein Element... Hier würde er sich wohlfühlen... Ganz im Gegesatz zu seinen Freunden. Beide froren jämmerlich... im Gegesatz zu ihm. Doch tun konnte er leider nichts. Er könnte zwar versuchen mit Magie die Kälte von ihnen zu bannen, doch lieber lies er sie die Kälte ertragen, als befürchten zu müssen, dass von ihenen nicht mehr als ein kleines Häufchen übrig wäre.... Also immer weiter vorwärts, durch den Schnee, durch die Kälte....


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 28.04.2009, 06:58 
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Kaum ein paar Schritte gegangen stieß Adrian auf eine Holztür. Warum auch nicht? Eine Folterkammer! Polterkammer. Poltern ist keine gute Idee, hier im Gefängnis, das alamiert nur die Soldaten. Die für Gold arbeiten. Goldaten. Arbeiten sie für Gold?
"Jap, was ist los?" Der Folterknecht wandte sich zum verkleideten Magier um.
Ansonsten waren keine Menschen im Raum. Adrian ließ seinen Blick schweifen. In dieser Folterkammer gab es alles was das Herz eines Gequälten höher schlagen ließ... oder gar nicht mehr. Ein einzelner blutiger Arm lag auf einem Stuhl neben einer Säge.
"Ohhhhh, was für ein schöner Darm. Den Arm meine ich."
Der Quälmeister runzelte die Stirn. "Ja, den haben wir so einem armen Kerl abgenommen. Hätten wir uns sparen können. Der wusste nichts."
Der Totenbeschwörer geht einige Schritte nach vorne und nimmt ihn an sich.
"Was für ein schönes Exemplar! Kann ich den behalten?"
"Du willst den Arm? Du marschierst hier einfach so herein, Soldat, und willst einen abgesägten Arm??"
"Ja! Ja! Und die Fesseln dahinten? Kann ich die Fesseln haben?"
Adrian blickte dem Folterknecht erwartungsvoll in die Augen. Der schüttelte gedankenverloren den Kopf.
"Du willst mich auf den Arm nehmen, oder?"
Adrian hebt den abgetrennten Arm hoch. "Arm? Ja, genau den. Und Kessel. In denen ich die Fesseln aufbewahre. Bitte. Bitte!"
"Die Fesseln kannst du haben, die brauche ich gerade nicht. Aber bring sie mir wieder!"
"Den Arm? Der leuchtet im Dunklen! Nicht. Wie könnte er auch? Bitte!"
Der Wärter musterte den Magier prüfend.
Dann grummelte er: "Hmm... Dann muss ich ihn nicht selber entsorgen... Na gut. Aber du solltest mal zu einem Arzt schauen! Du hast nicht zufällig einen Schlag gegen den Kopf gekriegt in letzter Zeit?"
"Einen Schlag gegen den Kopf? Nein! Einen Arm habe ich gekriegt!"
Adrian drehte sich um und ging wieder in Richtung Eingangshalle.
"Und bring mir die Fesseln ja wieder!" rief ihm der Foltermeister noch nach.

//Gegenstand "Abgesägter Arm" wurde aufgenommen.
//Gegenstand "Arm- und Beinfesseln" wurde aufgenommen.



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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 28.04.2009, 13:52 
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"Vernarius!"
Siver stutze. Ganz gemächlich kam ihm langsam eine mehr oder weniger Vermummte Gestalt entgegen, so, als ob es ihr gleichgültig wäre durch Schnee zu stapfen oder über eisige Pfade.
Schließlich reichten sich beide zur Begrüßung die Hand und Siver stellte fest, dass Vernarius Gliedmaßen wohl genauso kalt waren, wie die Umgebung hier.
"Sin wir nun komplett? Fehlen noch welche? Notfalls müssen diejenigen wohl nachkommen, was sagt ihr dazu?"
Siver wandte sich um und sah gegen die weiße Wand aus Schnee.
"Aus welcher Richtung bist du gekommen Yatzun?
Müssen wir nicht in diese Richtung?"

Er deutete... irgendwohin... doch sein Fingerzeig bestimmte kein wirklich klares Ziel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 28.04.2009, 15:03 
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Mystischer Regen
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"Dort hinten sollte das Gefängnis sein, doch es ist eine wahre Festung. Wir müssen uns was gutes überlegen ... soviel ich weiß, kommt man auch ber die Ställe rein."
Wofür brauchte man eigentlich in einer Gegend wie dieser einen Stall? Welches kranke Pferd würde wohl hierher reiten wollen?
"Wir sollten es dort versuchen. Ich werde trotzdem mal zum Haupttor sehen, vieleicht sind die Wachen ja nach drinnen geflüchtet. Ich wäre es bei dem Wetter zumindest. Aber wartet mal ..."
Jetzt reichts!, dachte sich Yatzun. Er wollte keinen Meter mehr als Fellkugel durch die Prärie laufen. Er fühlte sich darin so unbeweglich. Schnell hatte er die zwei dünneren seiner Pelzjacken abgelegt und stand nun nur noch mit dem Matel bekleidet da. Gut, er musste sich eingestehen, es war etwas kühl hier, doch wenn er sich dafür verteidigen konnte, machte ihm das nichts aus. Er nahm die Jacken und drückte sie Venarius in die Hand.
"Hier, nimm die und mach sonstwas damit. Du kannst sie ja den anderen geben, so sie nicht eh schon erfrohren sind."
Langsam aber sicher kämpfte er sich durch den Sturm bis in die Nähe von Frablim. Selbst bei den Schneewehen konnte er die Festung dunkel und bedrohlich vor sich sehen. Und dort, in einiger Entfernung zum Tor und keine zehn Meter vor ihm, stand ein einzelner Wächter, noch undeutlich zu erblicken. Leise näherte sich der Piosno dem Mann, während er seine Klingen zog. Etwas stimmte nicht mit dem Soldaten. Er stand reglos im Sturm. War es vielleicht ein Trugbild oder eine Falle? Bevor Yatzun sich ausmahlen konnte, was es war, sah er ihn schon deutlich vor sich und war schockiert über das, was er sah. Vor ihm stand ein halbnackter Mann mit dem Rücken zu ihm, die Haut bleich wie eine Erfrohrener, mit einer schweren Axt auf dem Rücken.
"Ho, Soldat!"
Das sagte man bei denen doch so, oder?
"Geht es euch nicht gut?"
Die Gestallt schreckte auf und drehte sich langsam um. Sein röchelndes Keuchen hörte man selbst durch den tosenden Wind. Die leeren Augen sahen Yatzun mit seltsam kalter Wut an, wie die eines Wahnsinnigen. Als Yatzun den Mann von vorne erkannte, wäre er beinahe umgefallen. Wie konnte so etwas sein?! Eine hässliche Wunde, schrecklich ausgefranst und zerrissen, zog sich über den bleichen Hals der Kreatur, und dunkles, eingetrocknetes oder viel mehr vereistes Blut bedeckte den gesammten Oberkörper. Yazun wurde bei dem Anblick schlecht.
Das Wesen nahm die große Axt von dem Rücken und stürzte sich mit heiserem Keuchen auf den Piosno. Dieser drehte sich mehr im Reflex, denn er war immer noch zu entsetzt, um klar zu denken. Wie in Trance schwankte er umher, denn die Streiche des Mannes waren nicht wirlich gut geführt. Immer wieder stolperte die Kreatur, nachdem sie zugeschlagen hatte, und bald verfiel Yatzun in seinen altvertrauten Kampfstil. Er wusste nicht wieso, doch irgendwie gefiel es ihm, den Mann hinzuhalten. Wahrscheinlich, weil der Kampf ihn warmhielt und die Beweung seine müden Glieder aufweckte. Das Adrenalin tat ihm jetzt gut. Immer wieder fuhren die Waffen in Arme und Beine des Wesens, tiefe Fleischwunden zierten schon bald den gesamten Körper, während Yatzun in wildem Wirbel auswich und zuschlug und sich immer wieder um sich selbst drehte.
Bald schon jedoch merkte er, das sich das Wesen nicht davon beeidrucken lies. Yatzun stutzte. Bei allem, was er gelernt hatte, konnte er jetzt nichts einsetzten. All das Wissen half ihm nichts. Das einzige, was ihm einfiel, wahr ein altes Ahmenmärchen, das von einem Monster erzählte, welches durch keine Waffe der wel getötet werden konnte. Einzig und allein die Trennung von Körper und Seele konnte es zum Fall bringen. Und was war die Seele anderes als das Bewusstsein eines Wesens, das nach dem Tod flüchtete. Wo saß also das Bewusstsein. Im Kopf!
So in Gedanken sah er den nächsten Streich des Wesens nicht früh genug kommen und konnte mit Müh und Not ausweichen. Er stolperte zurück, doch bevor er fallen konnte, warf er eine Klinge weg und hiel sich an der Axt seines Gegners fest. Diese Entglit dem Unhold, doch auch ohne Waffe gab er nicht auf. Mit wildem Geheul, sofern dies ohne Stimmbänder möglich war, stürzte er sich auf Yatzun und wollte ihn beißen. Es stolpere, und noch im Fallen schnellte Yatzuns Klinge vor und fuhr in den Hals der Kreatur. Das Ding bewegte sich zuckend am Boden und mit einem letzten Stich fiel der Kopf vom Torso. Das Monster war tot. Angeekelt spuckte Yatzun auf den nun endlich leblosen Körper.
"Widerlicher Calavis!Die gehören gleich hier eingespehrt."
Natürlich meinte er den Beschwörer, und schnell hatte er seine zweie Waffe im Schnee gefunden. Langsam und erschöpft stapfte er weiter, denn er wollte nur noch zu den Ställen.

//Venarius erhält zwei dünne Pelzjacken.



Mit einer geballten Faust kannst du niemandem die Hand reichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 28.04.2009, 15:14 
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"Ich denke, Yatzun ist selbst nur zu gut mit dem Untier zurecht gekommen..."
Siver hastete durch den Schnee zu Yatzun und sah über seine Schulter auf das Zombie-artige Monster, das nun ins Jenseits befördert worden war.
"Lass uns zu den Ställen gehen. Wenn du behauptest, man kann dort ebenso ins Innere gelangen... bitte... dann nehmen wir die Ställe."
Siver wollte gerade in Richtung eines riesigen Gebäudekomplexes abdrehen, als er etwas glänzendes im Schnee neben der Leiche liegen sah. Er streckte den Arm danach aus und erfasste die bronzefarbene Kette.
"Nichts für ungut!", sagte Siver und lachte kurz auf.
"So etwas kann ein Dieb immer gut gebrauchen! ... und wenn es nur ein trockener Strohhalm wäre, den man als Dietrich benutzen könnte... sieht so aus, als wäre daran mal soetwas wie ein Glücksbringer oder ein Schlüssel befestigt gewesen..."
Er grinste und marschierte anschließend in Richtung des Gefängnisses.

//Siver nimmt "bronzefarbene Kette" an sich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 28.04.2009, 16:01 
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Zurück in der Eingangshalle wandte sich Adrian nun in eine andere Richtung. Wohin nun? Der erste Gang war falsch gewesen. Und wenn er zusehr herumirrte würde seine Tarnung auffliegen. Weiter hinten in der Halle war er einigermaßen versteckt. Eine gute Gelegenheit um sein Aussehen zu überprüfen. Vorhin im Eis hatte er sich ein wenig eilig umgezogen. Umgezogen? Ich bin nur relativ umgezogen. Ungezogen trifft es eher. Den armen Mann so zu berauben. Aber wenn der Herr befahl Trauben zu rauben, raube ich eben Trauben. Oder einen Arm.
Adrian zurrte die Schulterplatten ordentlich fest, da ihr eigentlicher Besitzer deutlich größer gewesen war als der Magier, und sie ihm nicht richtig passten. Dann ordnete er das Banner ordentlich hin, sowie seinen Schwertgürtel. Auf der Rückseite der Gürtels war der Schlüsselbund befestigt, sowie der Wollmantel, der gerade nicht brauchbar war. Die Fesseln fanden ihren Platz ihn der Tasche des Reitermantels, sowie der tote Arm. Arm dran war er ja schon gewesen. Der Arme mit den Armen. Dem Arm. Ein Arm fehlte nun ja. Der Arm eines Gottes. Die Hand Gottes. Nein des Kauernden. Ich diene dem Kauernden!
Mit festem Schritt machte sich der Calavis wieder auf den Weg ins Innere des Gefängnisses.



"Wer jung ist, soll nicht zögern zu philosophieren, und wer alt ist, soll nicht müde werden im Philosophieren.", Epikur
"Es ist besser, Unrecht zu leiden als Unrecht zu tun.", Sokrates


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Gefängnis Frablin
BeitragVerfasst: 28.04.2009, 16:33 
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Siver ging mit schnellen Schritten durch das Schneegestöber. Immer kontrastreicher wurden die Fassaden des Gefängnisses von Frablin. Schritt für Schritt steigerte sich die Vorfreude auf das, so hoffte er, Warme Innere des Gebäudes.
"Die Ställe!", rief er erleichtert und begann nun zu rennen.
Doch seine Begeisterung war schon wieder schnell vergangen. Es sah sehr kühl dort aus. Selbst an den Gitterstäben der Fenster innerhalb des Raumes hingen Eiszapfen, das konnte er von hier aus erkennen.
Schließlich war er angekommen und drückte sich mit dem Rücken an die Wand, um nicht von irgendjemanden, der hier womöglich patroullierte, entdeckt zu werden.
Obwohl er sich eigentlich schon längst verraten haben müsste, denn schließlich hatte er zuvor die Ställe gerufen. Welch Voreiliger Leichtsinn.
Er hielt die Luft an. Nichts.
Schnell hastete er zu einer abgesperrten Türe. Ein sogenannter Meisterdieb sollte sich eigentlich anders verhalten. Aber von diesem Titel war er ja eh noch zu weit entfernt.
Er griff mit beiden Händen nach dem Türknauf, stemmte die Beine gegen die Türfläche und rüttelte so fest er nur konnte an der Türe.

//Siver versucht die Türe mit roher Gewalt zu öffnen


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